Über

Willkommen in meiner schillernden Welt der emotionalen Kapriolen, willkommen in der Welt Borderline.

Ich lade Dich hiermit herzlich ein, teilzunehmen an meinem Leben als Mutter, Kind, Partnerin, Freundin, Blogger, Angestellte, Schwester, Suchende, Wissende und Borderline-Persönlichkeit.

Mir ist es ein Herzensanliegen, Dir als Borderline-Persönlichkeit, Dir als Angehörige/r und Dir als Interessierter/m, einen echten, schonungslosen Einblick in meine emotionale Welt zu ermöglichen. Nicht, weil ich mich an Perversionen, Deinem Ekel oder Deinem Schock aufgeile, diese Schockblogs oder Bücher gibt es wie Sand am Meer!

Sondern, damit Du lernst, dass es mehr von Dir gibt, damit Du siehst, dass die Krankheit ein Ende finden kann, damit Du als Nicht-Betroffene/r verstehst, was in uns los ist. Denn Du, lieber Angehöriger, liebe Angehörige würdest Ähnliches erleben und tun, wie ich, Dein selbstverletzender Partner, deine durchgeknallte Tochter, wenn Du so empfinden würdest, wie wir!

Ich möchte hier meinen persönlichen Weg aus der Erkrankung Borderline vorstellen, die Erkrankung selbst, denn darüber gibt es zu viele Gerüchte und zu wenig echtes Wissen. Ich möchte Dich dazu anregen, Deinen eigenen Weg zu finden, aus der Scheisse heraus in ein lebenswertes Leben!!!

Und ich möchte alle Angehörigen zu mehr Verständnis, aber auch zu mehr Selbstschutz aufrufen. Denn manchmal ist das genau das, was dein Borderliner braucht. Klare Linien, klare Aussagen. Unsere Gefühlswelt ist so undurchdringlich, diffus, sowie erschütternd, dass wir oft selbst nichts mehr wissen. Doch dazu ein anderes Mal mehr..

Ich möchte hervorheben, dass ich selbst Patientin bin, viele Therapien und Psychiatrieaufenthalte hinter mir habe und glaube, der Welt etwas durch meine Erfahrungen geben zu können. Diese Informationen ersetzen KEINEN Arzt/Therapeuten/Psychiatrieaufenthalt oder ähnliches!!!

Alter: 29
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
Dachte ich, wenn jeder ein bisschen friedlich ist, werden wir es irgendwann alle sein. In meiner Umgebung klappt das immer wieder. Kinder sind ohne Scheu, sie sehen grosses Potential. Sie sind Potential. Leben wir ein bisschen mit ihren Massstaeben.

Wenn ich mal groß bin...:
Werde ich die Welt retten (oder an mich reissen)

In der Woche...:
Wuerde ich am Liebsten immer hundert Dinge auf einmal tun.

Ich wünsche mir...:
Dass die Menschen psychische Erkrankungen verstehen lernen, dass sie hinein fuehlen und erkennen, dass ein psychisch Kranker eben an einer Krankheit leidet. Ich erhoffe mir mehr Kommunikation und echten Austausch zwischen Betroffenen, Angehoerigen und auch Therapeuten. Ich wuensche jedem einzelnen Borderliner, dass er das Licht der Welt ein zweites Mal erblicken darf und diesmal in Liebe, Hoffnung und Gesundheit. Ich erhoffe fuer jeden Einzelnen echte Gesundheit und ein lebenswertes Leben.

Ich glaube...:
Dass Heilung von Borderline oder die Verringerung auf wirklich ertragbare Symptome absolut moeglich ist, wenn man es will. Wie alles andere auch ist der Heilungsweg ein Auf und Ab, Hin und her. Aber!! Es funktioniert, wenn du immer wieder aufstehst.

Ich liebe...:
Meinen Partner und meinen Sohn. Spiritualitaet. Energieaustausch. Auto fahren. Am Leben sein. Herausforderungen. Meine Freunde, die meine Familie geworden sind. Lesen. Singen. Tanzen. Natur. Blumen. Floristik.

Man erkennt mich an...:
Meinem Humor. Meinen Arschtritten. Meinem offenem Herzen. Meiner Ehrlichkeit. Meiner Liebe zum Sein. Meinem Lachen. Meinem Ehrgeiz.

Ich grüße...:
Meine Liebsten, die mich so liebevoll und herzlich unterstuetzen, mir so vieles zukommen lassen, dass ich fast platze vor Stolz, dass ihr bei mir seid! DANKE, DANKE, DANKE!!! An jeden Einzelnen von euch.



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Blog

Pause

Liebe Leser,

ich gönne mir zur Zeit eine kleine Pause und schreibe hier und da im Stillen. Die Seite wird jedoch weiterhin aufgebaut.

Ich freue mich über jeden Leser und bedanke mich hiermit herzlich für die unglaublich vielen Clicks in so kurzer Zeit!!

DANKE DANKE DANKE

 

4 Kommentare 17.9.14 08:10, kommentieren

Warum tut ein Borderliner sowas?

WEIL ES EIN TEIL DER ERKRANKUNG IST.

Nicht weiter klicken, ohne drüber nachzudenken!!

Warum kannst Du nicht Laufen, wenn dein Bein gebrochen ist??? Weil es nicht möglich ist.

Es ist erst dann wieder möglich, wenn es geheilt ist. 


Borderline ist eine Erkrankung der Psyche/Seele.

1 Kommentar 12.9.14 23:13, kommentieren

Eigens für dich kreirte Meditation

 

Hier biete ich dir eine von mir geschriebene Meditation an. Dies ist privat und kostet dich ein bisschen Zeit. Ich schreibe gerne Meditationen und möchte dich daran teilhaben lassen.

Schick mir eine PN mit so vielen Details aus deinem Leben und von dir, wie du magst.  

Hast du Hobbies, Orte an denen du gerne bist und an denen du dich gerne aufhälst? (Wasser, Grün..) Oder bist du lieber an fiktiven Orten? Hast Du einen Kraftort, den du mir grob beschreiben magst?
Du kannst mir deine Situation beschreiben, die dich belastet und Verhaltensmuster bei denen du Hilfe brauchst. Was auch gut für deine Meditation ist, sind Hobbies.. Singst du gerne? Bewegst du dich gerne? Malst du gerne? Stehst Du auf Elfen, Engel oder eher auf Einhörner oder Drachen? Oder gar nichts davon?
Sind Wasser, Erde, Feuer oder Luft dir lieber?

Du kannst so viel oder wenig schreiben, wie du magst. Setz dich nicht unter Druck.
Schreibe bitte deinen Namen als Kommentar und dass du Interesse hast, denn manchmal gehen die PN verloren und das wäre schade, wenn es daran scheitert... Heb den Text nochmal separat auf, bevor er verloren geht.

Ich freu mich drauf, dich kennen zu lernen und hoffe, ich kann dir was Gutes tun, das dir weiter hilft.

12.9.14 23:07, kommentieren

VORSICHT TRIGGER Niemand ist für mich da

LIES DIES BITTE AUSDRÜCKLICH NICHT!!! WENN DU ZUR ZEIT INSTABIL BIST. ALSO, WENN DU DICH RITZT, UM DRUCK ABZUBAUEN, DU DISSOZIIERST, INNERE BILDER NICHT KONTROLLIEREN KANNST ODER ALLGEMEIN IN EINER KRISE STECKST. DIE VERANTWORTUNG FÜR DEIN WEITERES VERHALTEN TRÄGST DU!!






Du steckst mal wieder mitten in der Krise, hast deine Freunde angeblafft, deine Familie beschimpft, sie hätten besser auf dich aufpassen sollen, oder dies oder das tun müssen.. Dann wärst Du jetzt nicht so. Du hast Stress mit deinem Partner oder vielleicht erst gar keinen. Was die Sache ja auch nicht leichter macht...

Und jetzt merkst du, wie einsam du eigentlich bist in einer Welt mit so vielen Menschen... Du wärst gerne im Kontakt, doch du hast wieder alles niedergebrannt... Du fühlst dich dämlich, dumm und klein...

Irgendwas in dir mag diesen Zustand vielleicht sogar, dieses Dämmerlicht, diese Zwiespältigkeit.. Das Nicht-Wissen..

Alle paar Minuten checkst du deinen Account.. Niemand schreibt dir. Noch ein Grund mehr um noch ein bisschen böser, depressiver und kleiner zu werden... Vielleicht eine Prise Selbstmordgedanken..........

Du bist so richtig schön am Boden zerstört. Die Klinge und Medikamente liegen bereit und dir fällt ein, dass du deine Freunde noch in Kenntnis setzen musst.

Doch keiner hört dir richtig zu.. Keiner hält deine Hand, so wie du es dir vorgestellt hast... Stattdessen kommt die Polizei und bringt dich ein weiteres Mal in die Psychiatrie.

Ist das gemein? Unfair? Böse?

Nein. Denn es ist das einzige, was ein Angehöriger wirklich tun kann und sollte. Er muss professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Mit Aussagen über Selbstmord spielt man nicht. Es ist kein Spaß, sondern zutiefst verstörend und wird dein Bedürfnis nach Nähe und Hilfe niemals in dem Ausmass begleichen, wie du es brauchst.

Wenn du soweit gekommen bist, hast du viele andere Stationen, dir zu helfen, einfach unterlassen. Doch du hast die volle Verantwortung für deine Situation. Du entscheidest mit jedem Schritt den du tust, wohin du gehst.

Du kannst diese Site jetzt zumachen, einen Therapeuten suchen (falls du keinen hast) oder den nächsten Trigger suchen (falls du dies bewusst deswegen gelesen hast).

Du bist der einzige, du musst dir selbst helfen und Stück für Stück werden tolle Wegbegleiter in dein Leben kommen.

Deine Familie reagiert nicht so, weil sie dich nicht liebt, sondern weil sie damit überfordert ist. Die anderen müssen nicht mit dir leiden...

 Fang an, einen guten, gesunden Weg zu gehen. Lass dich beraten, lass dir helfen. Tu was für dich und höre auf andere für dein Glück verantwortlich zu machen. Und sie werden dir erleichtert folgen.
Warum ist in schlimmen Situationen niemand da? Weil wir uns teilweise unmöglich verhalten. Und das müssen wir lernen, zu ändern, wenn wir wirklich Gemeinschaft, Familie und Freunde haben wollen.

Wir müssen von Anfang an ganz andere Schritte gehen. Nicht erst in der Krise. Dann ist es zu spät!

Suche dir Selbsthilfegruppen, einen Verhaltenstherapeut, eine DBT Gruppe oder tausche dich in Foren aus. Geh raus. Einfach so. Alleine. Das ist nicht doof! Es ist genauso, wie du es zulässt. Wenn du zur Zeit nicht vor die Tür kannst, ist es wohl an der Zeit, das wieder zu üben. LANGSAM!!! Schau auch nur mal aus dem Fenster, wenn nichts anderes geht.

Aber beweg dich endlich. Komm aus deinem Sumpf hinein in eine wunderschöne Welt!!!

28.2.05 17:13, kommentieren

Warum wir so empfindlich sind

Leider haben kleine Dinge eine monströse Kraft auf 'uns'.

Eins vorweg. Oft versteht ein Angehöriger nicht, wie all das möglich ist, diese Wut, diese Trauer, das Ritzen, die Hochs und Tiefs etc.

Erkläre mir bitte, warum etwas sein darf oder muss oder eben nicht, nur weil es in deinem Wortschatz, in deiner emotionalen Welt eben vorkommt oder eben auch nicht. Was du nachempfinden kannst ist richtig und nachvollziehbar, doch was, wenn wir anders, krasser und mehr empfinden???

Ich möchte es so erklären. Stell dir vor, du hättest eine tiefe Wunde am Bein und sie muss dringend steril gehalten werden. Doch leider kommt ein Tropfen Wasser hinein und sofort entzündet sich die Wunde.

Wir sind wesentlich instabiler als ihr. Wir machen das nicht mit Absicht. Oft sind wir sogar so weit von unseren Gefühlen entfernt, dass wir nicht wissen, WAS wir fühlen oder das Gefühl für Körperteile oder gar den ganzen Körper verschwindet.

Wir stehen nicht auf dem gleichen Emotionslevel wie ihr. Das ist, wie wenn du nach Honolulu gehst und die Sprache nicht verstehst. So geht es uns emotional.

Ich denke, wenn man schon von vorne herein tief verletzt ist, ist es ein leichtes jemand umzuwerfen.

Eine Story aus Borderlinesicht:

Du bist morgens wieder nicht aus dem Bett gekommen. Gestern abend hattest Du einen schlimmen Streit mit deiner Partnerin..
Du fühlst dich körperlich und geistig so schwer, dass du nicht aufstehen KANNST!! Du willst, aber es geht nicht. Du denkst jetzt vielleicht, aber das muss doch gehen...
Wieder hast du dich geritzt, weil deine Skills nicht funktioniert haben. Du fühlst dich verlassen, ängstlich, widerlich, klein und verachtenswert. Nichts in der Welt scheint dir zu helfen, diesen Zerstörungswahn zu beenden.
Du hasst dich und die ganze Welt. Du schämst dich für deine ekelerregenden Arme und um das zu kompensieren, zeigst du sie jedem. Du beugst damit dummen Fragen vor. Einen Draufgänger dagegen macht keiner an...

Du hast dich aus dem Bett gehievt, dich notdürftig versorgt (mehr ist ja nicht nötig, du bist eh ein niemand) und versuchst den nächsten Skill, aus der Therapie anzuwenden.
Du gehst raus. Du willst Leute anlächeln, dir vielleicht beweisen, dass man dich eben doch sieht.
Du gehst nach draussen setzt eine freundliche Miene auf, obwohl du dich gerade zum Kotzen fühlst und alles tun willst, bloss nicht diesen scheiss... Du lächelst dem nächsten Menschen freundlich und herzlich mitten ins Gesicht und der schaut weg....

Weisst du, es ist nicht einfach, mit all diesen Gefühlen zu leben, denn sie sind so übermässig und stark, wie du sie vielleicht nur in !!!!!Notsituationen!!!!! erlebst.
Wir müssen täglich damit leben. Wir leben täglich in einer Notsituation.
Hattest du schon mal eine emotionale Krise? Hast du dich scheiden lassen? Dein Kind verloren? Einen geliebten Menschen? Eine Depression gehabt?
So leben wir jeden Tag...
Und vielleicht empfinden wir es als noch schlimmer, denn die Krise kommt wieder. Über Jahre hinweg werden dir ständig wieder die Beine weggefegt.
Und dann kommt jemand daher und meckert auch noch an dir rum. Sagt, wie du es zu tun hast und wie man 'richzig' ist.
Und unsere schrägen Verhaltensweisen sind fast alle ein Versuch uns zu schützen.
Wir brauchen viel Mut, jahrelange Arbeit und ein liebevolles Umfeld, um so zu werden, dass wir ein normales, geregeltes Leben führen können.

Ich verspreche dir, du würdest es besser verstehen, wenn du es nachfühlen könntest.

Das alles soll kein JA zu diesem Verhalten sein, sondern ein Hinweis auf ein mögliches warum, aus meiner Sicht.

Gesundung ist möglich! Jeder Hügel kann erklommen werden. Alles negative kann abgebaut werden. Jedoch musst Du als Borderliner daran arbeiten. Das umfasst Hochs und Tiefs, viele Enden und Anfänge, doch es kann immer weiter gehen, sodass du dich wirklich besser fühlst!

8 Kommentare 12.9.14 09:09, kommentieren

Du musst nicht verletzt sein

Ist dir schon aufgefallen, dass du selbst entscheiden kannst, was du fühlst?

Ich behaupte sogar, dass du mit jeder Entscheidung auf eine Empfindung hin arbeitest..  


Natürlich sind diese Entscheidungen oft versteckt und schwer zu finden. Man muss erst Achtsamkeit erlernen, um Frühwarnzeichen zu erkennen, damit man VORZEITIG vorbeugen kann.. Und zwar den schlechten Gefühlen.

In der DBT Therapie lernst Du, deine Gefühle kennen und kannst lernen, wann die Spannung einsetzt, welche Warnzeichen dein Körper und deine Gedanken setzen.

Wenn du diese kennst und etwas trainiert hast, bist Du in der Lage, deine Gefühle nach und nach zu kontrollieren. Du kannst solange weiter üben, bis du sogar schlimmen Anspannungszuständen, übermäßigem Druck und anderen 'brennenden' Gefühlen etwas entgegen zu setzen hast.

Das funktioniert und jeder kleine Erfolg macht Freude und bringt dich weiter. Leider sind es oft die kleinen Dinge, die wir verschmähen und lieber nicht zur Kenntnis nehmen.
Oft wollen wir sofort alles, was uns allerdings nur in der Abwärtsspirale hält.

1 Kommentar 11.9.14 22:09, kommentieren

Für Clyde und alle Anti-Meditierer mit coolem Schutzengel

Du sitzt in einer Düne.. Am Horizont siehst Du die Sonne untergehen.. Mit einem Glas Rotwein in der Hand schaust Du wehmütig alten Dingen, Zeiten und Menschen hinterher..

Dein Blick ist trüb und verschwommen. Du siehst die Menschen am Horizont wie auf einem Laufsteg. Sie entfernen sich von dir, sie kommen und gehen.. Du trinkst einen kräftigen Schluck vom Wein der Wahrheit und bist ganz verblüfft...

 Plötzlich steht ein Typ in zerrissener Latzhose und mit langem Haar neben dir. Er grinst dich an und zwinkert dir zu. Du schaust ihn dir genauer an und bemerkst plötzlich, dass er Flügel hat. Es ist ein Engel. Dein Engel.

Der Engel der Wahrheit. Er ist ein cooler Engel.. Erdiger als andere und Du fühlst dich sofort aufgehoben und geborgen, denn ihr habt euch schnell erkannt.
Der Engel fordert dich auf, jetzt alle Sorgen, alle Bedenken und alles Alte für einen kurzen Moment hinter dir zu lassen. Er klärt in Windeseile deine Chakren und du spürst, wie ein kühler Windhauch dich umspielt und tief in dich eindringt. .. Bis zu deiner Seele.

Es kann sein, dass du dich von ihr abgeschnitten hast, dass du dich nicht mehr spüren konntest, deine Wahrheit vergessen hast und deine Wahrnehmung getrübt war. Doch dein Engel versichert dir: Damit ist jetzt Schluss!

Er hüllt dich ein in seine Energien. Er gibt dir jetzt alles, was du brauchst um Klarheit zu gewinnen und den nächsten Schritt zu tun. Sei nur für einen kurzen Augenblick ganz ruhig und ohne Meinung.. Gib sie ab und lass dich auf die guten Veränderungen ein...

Wenn ihr fertig seid, komm in deinem Tempo zurück auf die Erde. Fühle wie deine Füsse fest auf dem Boden stehen und lass deine Wurzeln in die Erde wachsen. Nimm so viel wie dir gut tut davon auf und erlebe das Leben neu.

Alles Gute, Deine Bonnie

2 Kommentare 11.9.14 19:58, kommentieren

Für meine Freundin und alle, um auf der Erde anzukommen

Stell dir vor, du sitzt auf einem grünen Hügel. Inmitten vom schönsten und grünsten Grün, dass du dir vorstellen kannst.

Du lehnst an einem uralten Baum. Du spürst seine uralte Kraft und Weisheit.. Du weißt, dass er dir vieles zu geben hat und in diesem Vertrauen, dass jetzt vollkommen klar und real wird, atmest du tief ein und aus und merkst deine ureigenen Wurzeln an deinen Fußsohlen wieder. Du weisst, dass es an der Zeit ist, sie aus dir heraus wachsen zu lassen und sie tief in der Erde zu vergraben. Lass sie nun wachsen und nimm die Kraft bis in dein Gesäss auf. Atme dazu mehrmals tief ein und aus und atme Kraft und Frieden ein und Angst und Sorgen aus.

Du spürst zwar deine Sorgen und Ängste, doch du weisst, dass all das jetzt von dir abfallen darf... Vielleicht magst du weinen oder schreien. Vielleicht möchtest Du dem Baum von deinen Sorgen erzählen und spüren, wie er all deine Last aufnimmt und sie zurück in die Erde transportiert.

Als du so dort sitzt, fällt dir die Weite und Klarheit des Himmels auf.. Du schaust hinauf, du kannst blicken, bis zu den Sternen, obwohl die Sonne deine Nasenspitze kitzelt... Du fühlst dich inspiriert von all der Klarheit, erinnerst dich, dass klare Worte, Gefühle und Situationen dein Recht sind und sobald du das gedacht hast, kommt ein Stern zu dir geflogen...
Dieser Stern ist ein Abgesandter des Himmels, der dir die Kräfte des Himmels wieder in Erinnerung ruft. Er umhüllt dich mit seinem Licht. Er hüllt deinen Körper von oben bis unten ein. Dieses Licht dient deinem Schutz und bringt dir liebevolle Situationen..

So erfrischt und ausgeruht atmest du abermals tief ein und aus.. Du spürst neue Kraft, und Klarheit. Bist erinnert an Harmonie und Freude und in diesem Moment steigt ein Einhorn vom Himmel herab.

Es hat schwarze Schwingen und einen glänzend seidigen Rücken. Es kommt langsam auf dich zu, doch du brauchst dich nicht zu sorgen. Es ist da, um dich aus deinem tiefen Tal der Tränen abzuholen. Ein weisses Einhorn ist nicht in der Lage zu dir durchzudringen, deshalb hat es sich schwarz gewandelt, um dir in Ohnmacht und Trauer nahe zu sein...

Langsam fasst du neuen Mut. Vielleicht redet das Einhorn mit dir oder es zeigt dir ein paar Situationen, die dich zur Zeit belasten.

Es bittet dich, diese Dinge einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es bittet dich, die Lektionen anzunehmen und die alten Gefühle des Hasses, der Angst und der Ohnmacht abzugeben.

Es bittet dich, ihm zu vertrauen und gemeinsam mit ihm wieder hier her zu kommen. Heraus aus deinem einsamen Tal, heraus aus dieser schlimmen Zeit und wieder hinein in die Realität, zurück auf die Erde, wo du geliebt, beschützt und behütet bist.

Wenn du bereit bist, steig auf den Rücken des Einhorns und komm zurück. Du wirst begleitet von anderen Einhörnern und Drachen, die dich auf deinem Erdenweg begleiten.

Vergiss nicht, dass du hier bist, um zu lernen. Du bist hier, um deinen alten Schmerz zu betrachten und loszulassen. Doch dazu musst Du dich frei machen von Anschuldigungen, Lasten und Süchten sowie dem Hass gegenüber dir und anderen.


"Ich bin für dich da, bis hinein in die dunkle Nacht folge ich dir. Ich kann es spüren, wie du leidest und nach Hilfe rufst. Doch bitte lass die Waffen fallen und komm zurück zu uns. Denn ich kann dir nur nachspüren, nachzulaufen wäre zu weit weg für mich... Dort wo du bist, bist Du einsam und alleine. Doch dazu hast du dich entschieden. Wir sind hier. Wir warten auf dich. Du musst nichts wider gut machen, nichts sagen und nichts tun. Nur nicht noch weiter verschwinden. Wir alle erleiden Schmerz. Doch man kann auch im Schmerz zusammenbleiben. Man muss sich nicht den Rücken zukehren. Komm zurück zu deiner Familie. Wir warten hier..."

1 Kommentar 11.9.14 18:38, kommentieren

Nähe und Distanz

Wenn Du mir zu nahe kommst, erleide ich seelische Schmerzen und ich glaube, wenn ich Dich wegdrücke, verschwindet auch der Schmerz ein bisschen.

Ich kann körperliche Nähe nicht gut ertragen. Ich habe oft das Gefühl, körperliche Schmerzen zu erleiden... Es gibt Zeiten in denen muss ich kuscheln, um am Leben zu bleiben.

Doch es gibt auch Zeiten in denen meine Haut zu spannen beginnt, wenn meine Liebsten mich berühren. Zeiten, in denen die Angst und der Schmerz so übermächtig erscheinen, dass ich meine Liebsten ignoriere, fort schiebe, verletze oder nicht in meine körperliche, emotionale und geistige Nähe lassen kann, weil ich mich sonst selbst verletze.

Diese Zeiten sind voll von Hass für mich selbst. Ich zerstöre, was mir lieb geworden ist, verliere, was ich zu haben glaubte und verlasse, was mir wichtig schien.
Ich mache das nicht gerne, doch ich muss es tun. Oder würdest Du freiwillig ins kochende Wasser greifen?

Es scheint, als würdest Du durch meine Haut in meine tiefsten Wunden greifen. Du berührst mich in Liebe und der Schmerz zwingt mich zum Rückzug!

In anderen Zeiten bist du mein Prinz, mein Geliebter, mein Phönix, in dessen Asche ich aufsteigen will! Doch Du erträgst es nicht. All meine Zuwendung, meine Hingabe, meine unendliche Liebe, die so grenzenlos scheint.

10 Kommentare 8.9.14 22:40, kommentieren

Nähe und Distanz/Verlustängste

Ich kann nicht mit dir, aber ich kann auch nicht ohne dich.

Ich bin verzweifelt. Ich habe schon so viel getan, um etwas gegen diese Symptome zu tun. Ich habe gebetet, an meinem Selbstbild und meinem Selbstbewusstsein gearbeitet, ich habe mir die Hände auflegen lassen, ich bin einfach durch den Schmerz, wie durch eine Wand, ich habe es ertragen, bis ich depressiv wurde, ich habe es versteckt, bis Panikattacken, mich aus meinem Schlaf rissen, ich habe die verschiedensten Übung von Skills bis Energieheilung durch.

Doch immer scheint es ein Stück aufwärts zu gehen, nur um dann wieder rapide bergab zu rasen.

Ich bekomme meine Verlustängste nicht in den Griff und ich bin der Meinung, dass sie einer der Gründe für mein Problem sind. Nämlich Nähe endlich dauerhaft zuzulassen.

Spüre ich diese atemberaubende, heillose, zerfetzende Angst, mein Partner könnte nicht wieder kommen, tue ich sehr, sehr viel dafür, um dies zu vermeiden. Und zwar rigoros. Ich habe schon gelernt, es auszuhalten, es zu ertragen, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass es nicht die Schuld meines Partners ist. Trotzdem gibt es immer wieder Diskussionen, Gespräche und Anschuldigungen. Es geht mir auf den Sack!!! Aber so dermaßen!

Ständig dieses.. Wo bist du? Was machst du? Mit wem? Warum hast Du dich nicht gemeldet? Ich gehe mir selbst schon richtig auf den Keks damit!!! Ich will es sein lassen!!! Unbedingt!! Und trotzdem geht es nicht. Es zerfetzt mich. Die Auswirkungen auf meine Psyche, dieses alles in sich reinfressen. Es funktioniert nicht.

Mein Freund und ich haben uns darauf geeinigt, immer darüber zu reden. Ich darf meine Gefühle und Gedanken ausdrücken. Ich darf ihm alles sagen. Dass ich Angst habe, dass er nicht wieder kommt, dass er mich belügt, dass er fremd geht, usw.

Das erlöst mich ein wenig. Ich kann emotional aufatmen, wenn ich das losgeworden bin. Das Seltsame ist, ich bin mir sicher, dass er treu ist und gerne bei mir ist und die Beziehung ernst nimmt. Trotzdem sind meine Verletzungen der Vergangenheit so tief, dass mir all das in diesen Momenten gar nichts nützt. Die Emotionen überrollen mich einfach und dann gibts kein Halten mehr. So kann man sich das übrigens auch mit jedem anderen Symptom vorstellen! Verstand scheint zwecklos.

(Natürlich kann man in Therapie lernen, den Verstand immer besser zu nutzen, um seine Gefühle, Gedanken etc. in die richtige Richtung zu lenken und das klappt auch! Das sage ich aus Erfahrung!!)

Doch hier handelt es sich um eine meiner tiefsten seelischen Verletzungen und da braucht es mehr, um zu Heilen.

Meiner Erfahrung nach, gelingt alles nach und nach, wenn man es will. Ich habe durch Therapie und viel Arbeit an mir, mittlerweile Dinge gelernt, von denen ich wusste, dass ich sie NIEMALS lernen würde! Also bitte, gebt nicht auf und wenn, dann nur zum Verschnaufen. Therapie und Lernen ist anstrengend! Man braucht Pause.

Nun also, wo sitzt mein verdammtes Problem? Ich habe alle Werkzeuge, ich habe das Selbstverständnis. Ich glaube ich habe alles und trotzdem fehlt etwas.

Soll ich ehrlich sein? 

Ich will es nicht.

Ich will ganz, ganz, ganz tief in mir drin nicht mehr lieben, nicht mehr enttäuscht werden, nicht mehr verletzt. Ich will alles unter Kontrolle haben, nicht weil es Spaß macht, sondern weil ich echt krank bin. Und damit meine ich nicht das abwertende krank. Sondern das echte "Ich bin krank ich geh zum Arzt".

Ich habe so viele krasse Ängste in Bezug auf die Liebe, sodass ich einfach keinen Bock mehr drauf habe. Wenn ich nach unten schaue, in die Verletzungen, die Peinigung, den Schmerz und die verletzliche Offenheit, schnüren sich mir Bauch, Herz und Kehle gleichzeitig zu. Glaub mir, wenn der Schmerz nicht so übergroß und mächtig wäre, hätte ich schon längst angefangen, mehr Nähe und Liebe zuzulassen.

Ein schönes Sprichwort sagt, lass das Alte hinter dir und schau nach vorne. Ist ja nicht so, dass ich nicht bereit wäre das auszuprobieren. Doch dann sehe ich mich auflösen, in der Hoffnung, auf Symbiose und dazu löst man sich schliesslich auf! Ich löse meine Persönlichkeit und alles, was ich bin in euphoriegetränkten drei Wochen auf, um dann wahrlich mit nichts vor einem Trümmerhaufen zu stehen. Denn sag mir eins! Welcher Mann hält sowas freiwillig aus???

Nungut, es gibt da noch den goldenen Mittelweg. Wer es noch nicht kennt. Borderline bedeutet übersetzt Grenzgänger, wir laufen in den Extremen. Unsere Störung scheint uns zu zwingen an der Grenze zu laufen, um uns zu spüren oder warum auch immer.. (Auch hier wieder die wichtige Anmerkung! Das ist zwar eine Tatsache, jedoch NICHT in Stein gemeisselt!! Du kannst es lernen! Doch da jeder Mensch Grenzen hat, ist Heilung keine fliessende Konstante, sondern etwas, wobei man an seine Grenzen stößt und diese neu ausrichtet. Und das braucht Zeit.)

 

 


Zur Zeit kann mir wohl niemand helfen, weil ich mich in meinem tiefsten Inneren zum Stillstand nieder gelegt habe. Ich weiß nicht, was zu tun ist. Ich bin einfach da, sehe, fühle, höre, schmecke. Jeder Moment ist einfach da.
Und vielleicht ist es die Achtsamkeit, das da sein, das im Hier und Jetzt meinen Partner und meine Situation sehen, die mir zu einer völlig neuen Sicht verhelfen.

2 Kommentare 8.9.14 22:08, kommentieren

DANKE

Für Bonnie

Ich bin jetzt zehn Jahre im Internet
und ich kenne viele Blogger, viele Blogs.

Viele Blogger sind total nett,
viele Blogger sind hochintelligent,
viele Blogger sind super kompetent,
Viele Blogger schreiben hervorragend,

aber du bringst von allem
noch ein wenig mehr
und vor allem ist dein Blog
durchtränkt von Verständnis,
Herzenswärme und Liebe.

Du bringst dich ein
wie sonst selten einer
und das unterscheidet dich
von anderen Bloggern.

Wer dich kennt,
muss dich lieben.
 
©Sternenppoet

5 Kommentare 8.9.14 12:39, kommentieren

Wichtige Notrufnummern

Wichtige Nummern im Notfall aus Deutschland, Österreich und der Schweiz


Notrufnummern für Deutschland:
Rettungsdienst/ Notarzt  112
Vergiftungszentrale 19240
Telefonseelsorge    0800-1110111 / 0800-1110222
Opfernotruf:     01803/ 343434

Notrufnummern in der Schweiz :
Notarzt  111   
Sanitätsnotruf 144
bei Vergiftung 01/ 251 51 51
externer psychiatrischer Dienst 052/ 722 11 05
Die dargebotende Hand 143

Notrufnummern in Österreich:
Rettung 144  
Ärztefunkdienst 141
bei Vergiftung 406 43 43
Telefonseelsorge 142
Rat auf Draht 147
Psychosozialer Notdienst 310 87 80/ 310 87 79
Notruf für vergewaltigte Frauen 523 22 22

1 Kommentar 8.9.14 00:29, kommentieren

Der Anfang

Für die Spiritualität gab es in meinem Leben niemals einen Anfang. Viele Enden des Zweifels, der Beschuldigung und des Misstrauens. Doch eine himmlische Welt gab es für mich von Anfang an.

Schon als Kind gab es für mich Engel, meine verstorbene Oma besuchte mich, hielt mich und leitete mich. Als Kind gab es für mich, wie heute noch, den himmlischen Vater, das Bewusstsein für eine himmlische Mutter kam erst später hinzu.

Ich kann himmlische Wesen nicht aus meinem Leben wegdenken. Es wäre, als würde ich mein Dasein verleumden. Ich habe es oft versucht. Ich habe geflucht, geweint und gehadert. Ich habe mit dem Leben und mit Gott gepokert und gerungen. Doch verlassen haben sie mich nie.

Für mich gibt es eine große Bandbreite an himmlischen Helfern, die ich über das Sehen, Fühlen oder Hören wahrnehmen kann. Manchmal als würden sie neben mir stehen.

Es fällt mir schwer, davon zu Schreiben, doch ich will meine ganze Wahrheit ans Licht und in die Welt bringen und dazu gehören für mich himmlische Welten.

Zu viel habe ich mit dieser Anderswelt erlebt, als dass ich es weiter verbergen könnte. Zu viel Gutes hat es in meinem Leben bewegt.

Durch und mit diesen Welten bin ich aus meiner Gefangenschaft im Nichts wieder auf die Erde gekommen. Es gab Zeiten, da bat ich Gott - oder etwas Größeres, egal, was es ist - mich sterben zu lassen.

Ich bat um mehr Mut, einen Autounfall, Krebs. Ich flehte und bettelte tage- und wochenlang, ohne Unterlass. Doch meine Gebete wurden nicht erhört. Nicht mal einen Schnupfen hatten sie für mich übrig!!

Stattdessen fand ich Stück für Stück zurück zu meiner Wahrheit, ich begann mir ein lebenswertes Leben aufzubauen, meine Gefühle wieder in den Griff zu bekommen. Ich lernte mich wieder kennen, meine Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und sie in Ziele zu verwandeln und dann auch noch zu verwirklichen.

Ich lernte, was es heisst Stück für Stück des Weges zu gehen, anstatt ungeduldig stehen zu bleiben. Ich lernte, Freundschaft zu leben und gerade darf ich lernen, was es bedeutet, sich mit einem anderen Menschen ein Leben aufzubauen.

Und all das mit Engeln, Elfen, Feen, unzähligen Schutztieren, Meistern und liebevollen anderen Wesen an meiner Seite. Ich bin unendlich dankbar für die Hilfe in dieser und jeder anderen Zeit und hoffe, dass Du deinen Rückhalt in welcher Form auch immer finden wirst oder ihn schon gefunden hast!

1 Kommentar 7.9.14 23:25, kommentieren

Lieber Sternenppoet

Lieber Sternenppoet,

gestern war es still um mich. Gestern habe ich dir deine letzte Geschichte vorenthalten.

Ich werde heute erzählen, warum.

Ein sehr guter Freund und ich saßen vor einigen Tagen auf dem Balkon. Wieder einmal überkam mich der Drang, zu Schreiben, meine Erfahrungen in kostbare Worte zu verwandeln. Das passiert nicht selten, deshalb folgte die übliche Diskussion mit all ihren Wenn, Aber, Das geht nicht, So will ich nicht, usw.

Nennen wir meinen Freund Clyde. Wie immer schaute er mit seinen verständnisvollen Augen in meine Welt. Er machte Vorschläge, wie schon öfter. Er bremste und schob mich. Damit ich endlich meinen Anker finden konnte. Wo ICH denn bloß anfangen wollte.

Und wieder fiel das Wort Blog. Vor drei Wochen noch schimpfte ich darüber, dass sei nichts für mich. Diesmal brach ich vor Freude fast in Tränen aus. Genau das war es, was ich brauchte.

Ein Mittel der Kommunikation, bei dem ich sofortiges Feedback erhalte, damit ich weiter mache und die richtige Richtung einschlage. Meine Selbstzweifel haben schon so viele Vorhaben zerstört, die wirklich gut aufgenommen wurden und erfolgreich schienen...

Innerhalb von Minuten hatte ich die passende Plattform gefunden und mich eingerichtet. Ich konnte es noch gar nicht fassen. Endlich, nach sieben Jahren hatte ich es geschafft, meinen Traum zu verwirklichen.

Ich teile mich mit. Ich schreibe!!! Und sogar ganz offiziell!

Die ersten Tage waren eine Welle der Euphorie, ich lebte mein Leben bald aus dem Blog ins Leben. Ich dachte über nichts anderes mehr nach, als wie ich meine Erlebnisse und Erkenntnisse weiter geben könnte. Ich redete nur noch von meinem Blog, ich checkte mehr als stündlich die Kommentare, schrieb wie eine Verrückte oder schrieb auf, über was ich noch schreiben könnte. Ich bombardierte alle mit den Besucherzahlen, bis immer weniger dazu gesagt wurde. Ich laß wieder viel über die Erkrankung und begann neue Sichtweisen, in mein altes Leben zu integrieren.

Doch all der Hype blieb nicht unbezahlt. In genau dieser Woche hätte ich Zeit und Muße für Skills und meine Zuwendung für mich gebraucht, da sich etwas Großes im Leben meines Partners verändert hatte. Dadurch hat er weniger Zeit, war weniger da und musste selbst dann nochmal weg. Das rief meine Verlustängste auf den Plan.

Das ich in ein dunkles Tal hinab raste konnte ich zwar sehen, aber nicht aufhalten.

Ich hatte keine Zeit und Lust mich um mich zu kümmern. Ich habe es versucht, doch es gelang mir nicht. Der Sog zu bloggen und düstere Gedanken zu verarbeiten war grösser.

Und somit landete ich in einem fast vergessenen Loch. Tag um Tag wurde ich empfindlicher, mehr Dinge hatten wieder die Kraft mich emotional aus der Bahn zu werfen. Ich begann wieder öfter zu weinen, konzentriert Auto zu fahren wurde immer schwieriger, normale Dinge des Alltags wollte ich immer öfter liegen lassen. Ich spürte emotionale Schmerzen, als wollten Herz und Bauch zerbersten. Ich konnte immer schlechter aufrecht sitzen.. Die Last schien mich zu erdrücken. Und sie erdrückte mich.

Mein Selbstbild und die Pflege meines Körpers sanken rapide. Ich fand mich wieder hässlich, dumm und ekelerregend. Ich heulte wieder öfter über meine Mutter. Ständig beklagte ich mich über meine Lebenssituation...

All das sind Dinge, die ich durch Therapien gut in den Griff bekam. Es wurden Frühwarnzeichen. Anzeichen für die Notbremse. Doch ich hatte vergessen, wo sie war.

Heute morgen sprang ich höchst wütend vom Frühstückstisch auf und biss mir in den Arm, um mich nicht schneiden zu müssen.. Ich musste grössere Skills einsetzen. Skills, für die ich all meine Möglichkeiten nutzen musste und die meine volle Aufmerksamkeit verlangten.

Beim Auto fahren wusste ich, ich muss mich jetzt sehr beherrschen. Ein falsches Wort von meinem Partner und ich werde sehr, sehr impulsiv... Beim Shoppen dann war das Maß voll. Ich hatte mittlerweile so viele Emotionen angesammelt, dass ich ganz kurz vor einer richtigen Panikattacke stand.

Gestern zog ich die Notbremse indem das Handy aus blieb. Heute hat es sich zwar immer noch verschlimmert, doch das kam auch aus äusseren, unkontrollierbaren Situationen. Ich weiß jetzt wieder, dass ich mich in dem grossen Spiel des Lebens nicht raus halten darf, selbst wenn ich der Meinung bin, dass ich es nicht verdient habe, dabei zu sein.

Für die Ignoranz für meine Situation, für mein Wohlbefinden habe ich einen hohen Preis bezahlt. Flashbacks, Schneidedruck und Ängste in diesem Ausmaß hatte ich gut im Griff. Besser als die vergangenen Tage. Daran habe ich die letzten Jahre hart gearbeitet.

Doch jedes Hoch fordert bei mir leider sein Tief. Ich habe es jetzt erkannt. Natürlich werde ich weiter, viel und mit Herzblut bloggen, aber nicht um jeden Preis!

Schließlich möchte ich hier Vorbild sein.

Liebste Grüße, Bonnie

1 Kommentar 7.9.14 21:25, kommentieren

Lieber Sternenppoet

Heute wird die Geschichte ganz kurz ausfallen. Doch wenn du dir genug Zeit nimmst und ganz und gar mit dem Herzen liest, hast du den besten Einblick, den ich dir bieten kann.

Hier meine Geschichte:

Es war einmal ein Mädchen mit einem Herzen voller...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann lebt sie noch heute.

3 Kommentare 5.9.14 12:40, kommentieren

Können Borderliner lieben?

Borderline-Persönlichkeiten leiden oftmals unter einem Schmerz, den sie im Rausch zu betäuben versuchen. Sei es mit Drogen, Alkohol, Geld ausgeben, hochriskanten Sportarten, hochriskantem Autofahren etc. Ebenso gibt es die Möglichkeit des Liebesrauschs.

Ja, Liebe kann süchtig machen. Oder ist es hier vielmehr die Sehnsucht nach Liebe? Warum gibt es so viele Verflossene in der Chronik einer BP? Ich glaube eine BP ist berauscht vom Zustand des Kennenlernens, des Beschnupperns. Ich glaube sie erträgt es einfach nicht, wenn der Rausch der Verliebtheit sich dem Ende neigt und daraus eine feste, bindende Liebesbeziehung entsteht.

Das mag vorerst seltsam klingen und doch ist es einleuchtend, wenn man weiss, dass die BP als Baby die Mutter-Kind-Symbiose nicht zu Ende erleben durfte. Sie war im Bauch der Mutter, wie alle anderen auch im Rausch der Symbiose. In vollkommener Einheit. Doch sie durfte nicht erleben, wie es ist, wenn der Rausch zu Ende geht und ein eigenständig denkendes und fühlendes Menschsein folgen.

Durch eine Störung der Mutter-Kind-Symbiose erfolgt ein Abschneiden von der Mutter und was emotional in diesem Alter folgt, ist der Tod.

Borderline-Persönlichkeiten fühlen sich also zu Recht als tot im Leben. Als von der Aussenwelt abgeschnitten, einsam und verlassen.

Doch ist es Grundvoraussetzung für einen Menschen, dass er diese Symbiose zu Ende erleben durfte, um später lieben zu können?

Bedeutet zu lieben, dass man bei einem Partner bleibt? Heisst es, dass man nicht zu sehr klammert? Heisst es, dass ich vertraue? Heisst es dass ich mich nicht in einen anderen verliebe? Ist es körperliche Treue?

Oder ist es nur ein Gefühl? Ist es das Hoch beim Kennenlernen? Ist es das erste halbe Jahr Sternstunde? Ist es die Zeit danach?

Kann nur Gott uns lieben? Finden wir nur in ihm Erfüllung und in Wahrheit gibt es die Liebe, die wir zu finden glauben gar nicht?

Sind es vielleicht die Freiräume des Denkens, die unser Partner offen lässt, durch ungestellte Fragen? Sodass wir diese Leere mit unserer Vorstellung, unserer Projektion der Liebe füllen können? Schliesslich können wir ganz schön giftig werden, wenn Traumschlösser platzen.. Und damit meine ich DICH!! Lieber Leser!!

Für jeden bedeutet Liebe etwas anderes. Dieses Wort wurde missbraucht. Zu sehr. Zu oft.

Die Beschreibung einer gelungenen Liebe erfolgt durch Äusserlichkeiten, durch erfüllte Sehnsüchte. Und durch ein anhaltendes, gutes Gefühl des Rauschs, der Benommenheit und später durch Zusammenbleiben.

Ist das Liebe? Was haben Rausch, die Erfüllung meiner Sehnsüchte und Treue im Alter mit Liebe zu tun?

Liebe ist ein Wort zu dessen Erfassung wir nicht in der Lage sind. Es ist vielleicht noch nicht mal greifbar...

Wir definieren die Liebe durch andere Dinge, durch gemeinsame Erfahrungen, durch Treue und erreichte Glücksmomente. Doch die Liebe selbst vermag niemand zu beschreiben.

Ich finde es schrecklich, wenn Menschen dermaßen aufgrund einer Erkrankung abgewertet werden! Ist es nicht irgendwie unmenschlich und pervers, jemandem solch ein Stigmata auf die Stirn zu brennen? Kannst DU denn lieben?

Was ist mit all den Bemühungen einer BP, es sich und den Menschen in ihrer Umgebung gemütlich und behaglich zu machen, emotional! Ja, das wollen wir!! Eigentlich wollen wir dass es euch gut geht, mit uns. Wir wollen lieben, aber man hat uns in unserer EntWICKLUNG geSTÖRT.

Wir wickeln uns unter Mühe und Qual aus unserem auferlegten Schicksal. Das ist nicht immer ohne Konsequenz. Leider zerstören wir vieles, aber wir leiden genauso, wie ihr! Wir leiden jeden Tag mit uns selbst. Sehen uns als unwürdige, kriechende Wesen, des Lebens nicht wert und trotzdem versuchen wir von dem Nektar zu erhaschen, von dem ihr vor vielen Jahren genug bekommen habt.

Entdeckt Liebe neu. Entfaltet euch zu neuer Grösse. Egal ob du Mutter, Freund, Partnerin oder was auch immer bist. Entdecke, was dir wichtig ist in der Liebe und wie viel du ertragen kannst, um zur Gesundung des anderen beizutragen. Ich spreche nicht von Grenzenlosigkeit!!!

Ich akzeptiere die stummen Worte meiner besten Freundin. Ich ertrage, ihre Attacken indem ich ihr sage, dass ich verstehe, dass sie es gerade nicht anders kann. Ich erkläre, dass ich mich dessen nicht zur Verfügung stelle und deshalb das Gespräch beende. Ich weiß, dass sie mich hasst und verflucht. Aber nur im Moment ihres Grauens.

Ich liebe sie und sie mich.

Für uns bedeutet Liebe, dass wir noch lernen müssen und dass wir eine Lerngemeinschaft sind.

2 Kommentare 5.9.14 12:18, kommentieren

Unstillbare Sehnsucht

In Borderline Persönlichkeiten steckt eine tiefe Sehnsucht nach etwas, das sie wahrscheinlich selbst nicht beschreiben können. Dieser Trieb ist unbezwingbar, wie es scheint, allerdings auch nicht zu stillen. Wie schon an anderer Stelle ausführlicher beschrieben (siehe Hilfreiches unter unerfüllte Sehnsucht/Idealisierung/Abwertung)

Hier ein ehemaliges Gedicht für meinen Vater in dem ich meine Suche nach der Symbiose ausdrücke. Es zeigt, dass die Suche nach meinem Vater auch nur ein Mittel ist, um die Sehnsucht nach der Symbiose aufrechtzuerhalten, denn selbst er, den ich jahrelang mit dem Herzen gesucht habe, konnte meine Sehnsucht nicht stillen. Vielleicht suche ich nur die Sehnsucht selbst. So sieht es in meinem Leben zumindest aus.

Unser Vater hat uns früh verlassen, für eine andere Frau, eine andere Familie. Damals fühlte ich mich betrogen und verlassen. Im Stich gelassen, verletzt, zu Tode verschreckt.

Schliesslich verschloss ich mein Herz, um diesen Schmerz nicht mehr spüren zu müssen.

Ich glaube nicht, dass das geholfen hat. Vielleicht habe ich dadurch nur noch mehr Probleme.

Gedicht:

Die Tür fällt ins Schloss.
Ich werde zu Eis.
Die Kälte erstickt.
Ich zerfalle.

Mein Eisherz zerspringt in Hass.
Ich hasse dich dafür, dass du mich verlässt.
Der Hass umhüllt mein Herz, damit ich Trauer, Schmerz, Ohnmacht und Hilflosigkeit nicht spüren muss.
Du hast mich verlassen.
Für eine andere.
Der Schmerz ist zu groß.
Die Liebe zu wahnsinnig.
Ich habe dich überall gesucht.
Mein Herz ist eng.
Mein Bauch kalt.
Mein Leben vorbei.
Ich bin vorbei.
Seitdem du mich verlassen hast.
Komm bitte zurück.
Ich tue alles für dich.
Ich werde immer brav sein, immer lieb, immer hören, immer mein Zimmer aufräumen. Ich tue alles, um dich zurück zu bekommen.
Doch ich bin erstarrt.
Denn als ich dich nach langer Zeit wieder fand, musste ich feststellen..
Du bist gar nicht der, den ich gesucht habe.
Du bist ein anderer.
Es bleibt eine ewige Suche.

3 Kommentare 5.9.14 11:27, kommentieren

Unerfüllte Sehnsucht / Idealisierung / Abwertung

Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung empfinden oft eine extreme Sehnsucht nach Dingen, Orten oder Personen. Diese Sehnsucht wird vermutlich aus einer mangelhaften bzw. gestörten Mutter-Kind-Bindung geboren. Das Baby lebt im Bauch, sowie die ersten neun Monate seines Lebens in einer Symbiose, einer Verschmelzung, mit seiner Mutter, in der es sich um nichts zu kümmern braucht. Wird diese Symbiose beträchtlich gestört oder gar zerstört, ist der erste Grundstein für eine psychische Erkrankung gelegt.

Diese ungestillte Sehnsucht wird auch im Pubertäts-, bis ins Erwachsenenalter gerade bei einer Borderlinestörung gelebt. Sie kann sich verschiedenst ausdrücken. Vielleicht in einer Kaufsucht, einem unerlösbaren Fernweh (weit entfernte Reisen müssten finanziert werden, um die Sehnsucht nach der weit entfernten Heimat zu stillen) und durch einen ewigen Tanz mit dem potentiellen Partner.

Auf diesen Tanz möchte ich hier gerne näher eingehen.

Die Borderline-Persönlichkeit strebt in ihrem Bemühen zu einer unerreichbaren Symbiose. Sie umgarnt den Partner so lange, bis das Ziel erreicht wurde. Sie wird sämtliche Bemühungen in Kauf nehmen, um den potentiellen Partner zu erreichen.

Das tut sie in der Hoffnung, dass diese unerträgliche Leere erfüllt wird. Diese Menschen plagen fürchterliche Empfindungen und andere Symptome (genaueres unter Diagnosekriterien). Diese Symptome, die Leere, die Ängste und alles andere soll am besten ausgelöscht werden.

Das vermag ein Hormonrausch. Die Anfänge einer Liebesbeziehung, die Bemühungen, das Kennenlernen, das Zueinanderfinden lässt der Borderline-Persönlichkeit meines Erachtens nach genügend Freiraum für Idealisierungen.

In der Phase der Idealisierung ist die andere Person für einen selbst voller Licht und Liebe. Die BP wird voll von Glanz und Gloria von ihrem Rittter oder seiner Prinzessin erzählen. Er/sie trägt nur und stets Gutes in sich. Er/sie vereint all das, was der Erkrankte sich jemals gewünscht hätte. Die BP nimmt sogar eine akute Schmälerung seiner Wünsche und Ziele in Kauf, um das Bild des fast göttlichen Gegenübers aufrecht erhalten zu können.

Ist nun der/die Angebetete bereit sich all dieser potentiellen Liebe hinzugeben, beginnt sich zu öffnen und präsentiert wahre Bereitschaft, Liebe und mehr, so wird er bei einer untherapierten BP vermutlich auf Granit beissen.

In der Erfüllung der Sehnsüchte ist die Sehnsucht an sich ausgeschlossen. Und eigentlich ist es die, die die BP sucht. Es ist die Sehnsucht nach der Sehnsucht, die uns in einem manchmal tödlichen Kreislauf hält.

Ich möchte es noch einmal anders formulieren.

Die Liebe eines anderen Menschen für mich, machen mich prinzipiell ängstlich, vielleicht sogar panisch. Das jemand mich gut finden könnte, macht mich erst mal misstrauisch. Denn ein positives Selbstbild ist bei BP eher selten bis gar nicht anzutreffen.

Ich persönlich habe große Angst vor meinem eigenen Empfinden, wenn ich liebe. Ich gebe mich auf. Alle Grenzen, die mich als Individuum ausgemacht haben verschwimmen immer stärker. Ich höre auf, für mich selbst zu denken, zu sehen, zu fühlen und zu handeln. Alles geschieht für, durch und mit meinem Partner.

In Gänze habe ich keine eigenen Hobbies mehr, meinen Geschmack und Stil für ihn aufgegeben, höre seine Musik, treffe seine Freunde und kann mich nicht mehr alleine beschäftigen (was ja sowieso schon eine Qual für sich alleine gesehen darstellt -alleine sein).

Ergo. Ich höre auf zu existieren und steige in seiner Asche als Phönix auf. Symbiose entsteht. Vielleicht. Kurzzeitig.

Denn eigentlich gibt es keine Symbiose zwischen Menschen. Jeder ist für sich und man trifft sich, um Überschneidungen zu finden und die eigene Leere ein wenig zu füllen. Hier erscheint die BP als nagend, auffressend, penetrant.

Doch was, wenn nun selbst die vermeintliche Symbiose sich in Schall und Rauch auflöst? Was, wenn dein schönster, innigster Wunsch mittlerweile schon innerhalb von drei Tagen platzt?

Ich meine das nicht als Witz! Unsere Borderlineträume ähneln Euren schillerndsten, grössten, perfektesten Träumen und wir sind davon überzeugt, diesen Traum dieses eine Mal wirklich gefunden zu haben!! Und unsere Traumschlösser können wir mehrmals im Monat mit einer Inbrunst aufbauen, von der andere träumen! Der Schmerz, der Verlust bleibt und deshalb kann es sein, dass er durch den nächsten Rausch, den nächsten Partner gestillt werden muss!!

Dieser Rausch vermag den Schmerz zu Stillen. Doch was, wenn die Sehnsucht gestillt wird?

Dann folgt eine seltsame Stille. Es folgt ein dumpfer Schlag, der einem das Hirn auspustet. Weg ist all die Euphorie. Weg sind die positiven Seiten des Angebeteten. Weg sind die Pläne und Vorhaben.

Und was bleibt? Stille. Doch wir ertragen keine Stille. Sie zeigt uns die Leere, die uns inne wohnt und diese Leere, dieses Gefühl empfinde ich wie vor dem vollen Napf verhungern. Es ist da, doch unerreichbar. Still und leer.

Also schreien wir. Wir schlagen um uns. Wir beweinen unser Schicksal und beschuldigen die Prinzessin, den Ritter, nicht der/die zu sein, die sie zu sein versprachen! Wieder eine Lüge! Wieder enttäuscht! Wieder steigt der Zorn auf. Der Zorn, der alles Leben zu verbrennen vermag. Der Zorn, der den, der vielleicht nur lieben wollte von Grund auf verbrennt.

Dies symbolisiert für mich den Teil der Abwertung.

3 Kommentare 4.9.14 23:39, kommentieren

Todessehnsucht

Ich liege in einem kalten Raum. Augen hinter der Fensterscheibe beobachten mich. Ich weiß es. Denn der Vorhang wackelt. Doch welche Farbe sie haben, weiss ich nicht.

Vielleicht sind sie grau und kalt, oder blau und neugierig, vielleicht braun und mitfühlend oder grün, so wie meine...

Meine Kopfhörer presse ich an die Ohren damit ich die Schreie dieser Frau nicht hören muss. Sie klingt, als wäre sie schon tot.

Es bringt nichts. Ich höre sie wimmern, klagen und flehen... Was hat man bloß mit ihr gemacht? Das frage ich mich bei jedem Augenpaar, das ich erblicke. Düstere Nebelschwaden hängen vor ihnen... Vernebelt von Medikation, Leben und Todessehnsucht.

Ich kann nicht mehr... Ich möchte mein Leben hinter mir lassen. Den fressenden Schmerz, den ich nicht lindern kann. Die Zweifel, wo ich eigentlich hin gehöre und die endlose, sinnlose Leere...

Ich kann nicht mehr leben. Doch ich kann auch nicht sterben. Und so existiere ich weiter in einer Zwischenwelt. In einer Welt, deren Namen nur ich kenne. Von deren Existenz nur ich weiss. Und zu der nur ich Zugang habe.

Ich glaube hier ist es leer und einsam. Ich kämpfe dagegen und bin gleichzeitig froh darum.

Ich halte beides nicht aus. Voll und leer. Nah und fern. Leben und Tod.

Doch ich trage die Illusion, dass ich hier manchmal etwas weniger leide. Etwas entfernter von der Welt. Etwas näher dem Tod

Auch wenn ich seinen Feuerkuss noch nicht empfangen kann.

2 Kommentare 4.9.14 21:35, kommentieren

Tiefpunkt

Ich habe ein Tief. Ich fühle mich derzeit verlassen, einsam, ängstlich, leer.

Die Zeit der Euphorie ist vorüber. Das ist mir klar.

Ich zweifle den Blog an. Ich zweifle an meinen Fähigkeiten. Ich weiß nicht, ob ich bereit bin, mich der Welt zu öffnen. Wenn ich andere Seiten sehe, verlässt mich der Mut. Da gibt es Psychologen, Therapeuten, Ärzte, die allesamt mehr Ahnung haben als ich. Aber ich habe die Erfahrung.

Ist es das, was die Menschen lesen wollen? Erfahrungen, Einblicke?

Was soll ich schreiben? Wie soll ich schreiben ohne zu erschrecken? Ohne Abzuschrecken... Schliesslich sollen Angehörige und Interessierte lesen und das Fenster nicht angewiedert schliessen. Schockblogs gibt es genügend...

Ich erschrecke selbst, wenn ich 'meine' Diagnose durchlese. Das ist ein Teil von mir. Der kranke Teil. Ich möchte es gerne beschreiben, die Informationen lebendig werden lassen.

Doch heute durchzuckt der Schmerz mich beim Gedanke daran. Was, wenn andere es lesen? Es ist dumm, darüber so nachzudenken. Ich muss selbst schmunzeln.

Dennoch ist es hart, zu wissen, dass jeder, Chef, Partner, Kind, Mutter oder andere geliebte Menschen einen so großen Einblick in meine Psyche bekommen können. Wer mich kennt, wird es bald wissen, um wen es sich handelt.

Ich fühle mich wie ein gläsernes Kind.

Es löst sofort Verlustängste in mir aus. Die Welt in der ich heute lebe, habe ich mir sehr, sehr hart erschaffen. Und auch wenn jeder weiss. Naja, sie hat Borderline. Niemand kennt mich mehr so, wie ich früher war. Nur einer. Und das muss Abhängigkeit oder Symbiose sein. (Anders kann ich es mir aus meinem Loch hier unten gerade nicht vorstellen, siehe Schwarz-Weiss-Denken)

Entweder ich öffne mich oder ich lasse es. Etwas anderes geht hier nicht. Ich sehe mich konfrontiert, mit all den Dingen, die mich erschrecken, sind sie doch teilweise schon so lange Zeit abgeflaut, haben sich beruhigt. Und plötzlich ist alles wieder da. Plötzlich stehst du mitten in deiner kranken Welt, die du doch so sorgfältig sortiert, gefaltet und weggelegt hast.

Es ist seltsam und erschreckend, zu wissen, dass man in der einen Hand das Potential trägt, Leben zu retten und in der anderen sein eigenes dafür hergeben muss.

Für diese Seiten, für diese Idee, die sich hinter diesem noch kleinen Blog verbirgt, steht mein Leben. Einerseits müsste ich es Preis geben, in einer Dimension, für die ich noch nicht bereit bin, doch es könnte ein Geschenk sein. Ein Geschenk an andere Betroffene, die plötzlich erkennen, an Angehörige, die plötzlich verstehen. Und das Geschenk käme zurück, denn mein Ziel wäre erreicht. Andererseits würde das bedeuten, dass ich mir damit alles verbauen kann.

Was, wenn mein Kind irgendwann teils schonungslose Berichte liest? Schon heute ist es nicht weit entfernt. Im Radio liefen Nachrichten, eine Frau hatte sich das Leben genommen. Und mein Kind darauf. "Oh, Mama! Das hast du doch auch mal versucht... Oder woher hast du diese..?" Er findet das Wort für Narben nicht und schneidet sich mit dem Finger über den Arm...

Ich muss mich irgendwann wieder bewerben. Heutzutage kann man überall Verbindungen von Blogs, Berichten usw. zu den Verfassern herstellen. Ich möchte nicht blauäugig sein. Sowas kann passieren und mir ist es schon passiert. Es wurde etwas gefunden, was niemals hätte gefunden werden sollen. Es hat mich fast alle meine Freunde, meinen Job und meinen Partner gekostet. Dumm gelaufen. Blauäugig.

Was, wenn mein Partner plötzlich schwarz auf weiss erkennt, mit welch einer kranken Frau er zusammen ist? Hat er es bisher nur nicht verstanden, was manchmal in mir los ist? Hat er sich wirklich informiert? Oder ist er blind drauflos gestolpert... Verschliesst er lediglich die Augen und sie werden ihm gewaltsam geöffnet?

Meine Freunde wissen um die Erkrankung. Doch nicht zu 100% um meine Vergangenheit. Wer von ihnen würde bleiben?

Wie soll ich mit der Privatshpäre meiner Familie umgehen? Der Kontakt ist in den meisten Beziehungen sehr schlecht bis gar nicht vorhanden, trotzdem habe ich Respekt vor ihnen, ihrem Schmerz, ihrem Schicksal und ihrem Privatsleben. Doch wie soll ich erklären, ohne ihre Geschichte zu erzählen. Denn ihre Geschichte ist auch meine Geschichte.

Wie kann ich mein Kind und meinen Partner schützen? Wie viel von dem Gefühlsleben anderer darf man Preis geben? Es enthält auch meine Gefühle. Es erklärt meine Gefühle.

Und um genau die handelt es sich hier. Ohne sie wären meine Bemühungen nichts.

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